Immer weniger Schmetterlinge

Umweltverbände und Naturschutzorganisationen schlagen derzeit Alarm. Der Bestand an Schmetterlingen geht immer weiter zurück. Wer mit offenen Augen durch Wald und Flur wandert, hat dieses Phänomen sicherlich schon lange selbst festgestellt. Wo sich früher Dutzende von Schmetterlingen einfanden, tauchen heute nur noch Einzelexemplare auf. So ist es fast schon als Glücksfall zu betrachten, wenn ein leuchtend gelber Zitronenfalter am Waldrand sein Stelldichein gibt.

Mangel an Lebensräumen

Auch im Garten haben sich die Schmetterlinge rar gemacht. Zumeist sind nur noch Kohlweißlinge zu entdecken, die wiederum wegen ihrer gefräßigen Raupen gefürchtet sind. Farbenprächtige Apollofalter, Admirale, Tagpfauenaugen, Schwalbenschwänze, Bläulinge und all die anderen sind eher die Ausnahme. Den Schmetterlingen wurden nach und nach die Lebensräume entzogen, was sich natürlich negativ auf die Bestände auswirkt. Immer mehr Häuser und immer mehr Ackerlandflächen, da bleibt für Schmetterlinge nicht mehr viel Platz übrig.

Schmetterlingssterben aufgrund von Giften

Schmetterlinge reagieren überaus empfindlich auf Pflanzenschutzmittel. Ob Herbezide oder Insektizide, die auf die Felder ausgebrachten toxischen Stoffe nehmen Schmetterlinge mit dem Nektar in sich auf. Wenn die Falter nicht am Gift zugrunde gehen, wird zumindest ihr Körper geschwächt. Somit können sie nicht mehr für zahlreichen Nachwuchs sorgen, was sich an den Bestandszahlen widerspiegelt.

Ein schmetterlingsfreundlicher Garten

SchmetterlingshausViel muss nicht getan werden, damit sich zumindest der heimische Garten wieder zu einem Schmetterlingsparadies entwickelt. Wichtig sind in erster Linie Brennnesseln. Als Unkraut verschrien, werden Brennnesseln in aller Regel aus dem Garten verbannt. Dieses Kraut dient aber vielen Schmetterlingen als Kinderhort. Die Eier werden auf Brennnesseln abgelegt, denn das Laub eignet sich hervorragend als Speise für die Raupen. Manche Schmetterlinge, wie etwa der Distelfalter, haben sich auf lilafarbene Blüten spezialisiert. Wer also den Schmetterlingen eine Freude machen möchte, sollte lila blühende Blumen anpflanzen. Eine weitere wirkungsvolle Maßnahme stellt ein Schmetterlingshaus mit länglichen Öffnungen dar. Dorthin können sich die Falter bei Regen und in der Nacht zurückziehen. Manche überwintern sogar darin. Normalerweise werden natürliche Spalten in Stämmen und Ästen genutzt. Aber davon gibt es ja auch nicht mehr allzu viele.

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